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food-00675.jpgLiebe Anwesende, hohes Gericht, ich gestehe.

Ich bin ein Raubkopierer. Ich bin ein kulinarischer Tagedieb, vor allem, wenn es so ein leckeres Rezepte wie der Birnen-Mohn-Cake von 1x umrühren bitte ist.
Wobei, C A K E ? Hoads des braucht? Was unterscheidet den profanen Kastenkuchen vom Cake?

Jedenfalls super lecker, perfekt für die Jahreszeit, ein wandelbares Talent (Nelken, Koriander, Zimt passen hier wunderbar rein) und auch noch perfekt für Kuchen im Glas. Funktioniert ganz einwandfrei und der Kuchen war nach 3 Wochen wie neu.

Womit man gleich mal merkt, dass ich nicht nur ein gemeiner Rezeptdieb, sondern auch ein Faulpelz bin. Wenn zwischen Backen und Artikel im Blog mehr als 3 Wochen liegen… Aber das hatten wir ja schonmal.
Hier noch die fremdem Federn das Rezept.
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food-00597.jpgEs ist Herbst.

Ja, ich weiß, wenn ich diese Zeilen am 08. Juni geschrieben hätte, wäre es deutlich provokanter gewesen. So reihe ich mich ein in den allgegenwärtigen “Mei, is des koid gwordn” - Chor.

Aber so ein Kälteeinbruch hat viele gute Seiten. Auf den Isar-Trails sind keine Sissies mehr unterwegs, auch in der Innenstadt sieht man fast nur noch Fahrradfahrer, die ihr Gefährt auch beherrschen. Ich kann endlich wieder schwere und würzige Brote backen und der Schweinsbraten schmeckt bei 3° Außentemperatur deutlich besser als bei 30°.

Und als Thüringer Seele läute ich den Herbst mit einem lecker Zwiebelkuchen ein. Auch dieser sollte vor allem bei niedrigen Außentemperaturen zitternd von einem Pappteller verzehrt werden, z.B. auf dem Weimarer Zwiebelmarkt. Trotzdem hatte ich schon das Gefühl, dass meine Kollegen (dank Kümmel…) ihn auch in geschlossenen Räumen zu schätzen wussten.
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food-00459.jpgTrotz einer wahrscheinlich durch einen genetischen Defekt verursachten Morgenmuffeligkeit halte ich das Frühstück für den besten Augenblick des Tages.

Allein die Freude auf einen lecker Kaffee (French Press!) lässt mich regelmäßig früh aufstehen. Das dazugehörige Essen ist nicht zweitrangig, sollte aber in angenehmer Symbiose mit einem heftig starkem Kaffee stehen. Kein laktoseüberbordender, Magendrücken verursachender, kinderkompatibler, ewig zu kühler latte macchiato

Aber ich schweife mal wieder ab. Wobei, ist ja mein Blog, da kann ich auch mal rhetorisch abdriften. Eigentlich wollte ich keine negativen Schwingungen in den Morgen bringen, sondern mich voll des Lobes für das Cornetti - Rezept vom 1x umrühren bitte - Blog bedanken. So fühlt sich ein sonniger Herbstmorgen in München schon fast wie Italien an.

…oder wie ein wunderbarer sonniger Herbstmorgen in München. Ich mag grad nicht tauschen.

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food-00304.jpgExperimente, Experimente

Es kam, wie es kommen musste. Da ging mal was schief. Ich weiß gar nicht, was genau das Problem war. Das Rezept klang gut. Die Chili ordentlich scharf, die Musik im CD Player rockt, aber die Sauce wurde nicht wirklich gut.

Die Karotten sollten die Schärfe nehmen und die Süße bringen, aber irgendwie schmeckt das Ganze wie mexikanische Babynahrung. Und sieht auch so aus.

Wer es trotzdem ausprobieren möchte, hier das Rezept.
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food-00404.jpgLetzte Runde, letzte Runde. Das war es dann dieses Jahr mit dem Traum in Blau. Zwetschgenzeit vorbei.

Zwetschgendatschi haben ja fast schon etwas Religiöses. Jedes Bundesland, jeder Ort, ja jede Familie hat sein eigenes Rezept, welches mit Inbrunst gegen die anderen, den Niedergang der Backkultur darstellenden Backarten verteidigt wird.

Es beginnt ja schon bei Wahl des Teiges. Hefeteig oder Rührteig stellen sich als gleichberechtigte, aber aus meiner Sicht nicht gleichwertige Alternativen dar. Aus thüringischer Sicht kann man jeden Teig benutzen, Hauptsache, es ist Hefeteig. Aber Vorsicht, Hefeteige werden hier nicht aufgebläht wie ein Bodybuilder kurz vor dem Mister Universum, sondern es wird ein möglichst flacher, aber trotzdem lockerer Hefeteig erwartet.

Jetzt weiß ich ja nicht, wie die klassische bayrische Variante aussieht, aber das, was unsere “Bäcker” hier anbieten, hat mich irgendwie nicht wirklich an Konvertierung denken lassen. Auch wenn es sogar in Plakat-Großformat auf mich einschreit.

food-00391.jpgJetzt kommen wir zu meinem Teil in dieser philosophischen Abhandlung des Zwetschgenkuchens. Als fauler Hund konnte ich nicht umhin, trotzdem einen schnellen Knetteig hinzuärmeln, um möglichst schnell in den Genuss der letzten Zwetschgen zu kommen. Der Teig diente somit nur als Halterung für die Zwetschgen und die Unmengen Streusel, was den Verrat an dem Hefeteig aber nicht verringert.
Dazu übrigens wieder ein neuer Streitpunkt. Streusel, Öl, Butter, nix ??? Was kommt auf die Zwetschen? Aber dazu irgendwann mal mehr.

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